Food Forest Lumakanda

 

Was ist ein Food Forest?
Forest Gardening, Agro-Forstwirtschaft, Rainforestation Farming, Food Forest - all diese Begriffe beschreiben ähnliche Formen der Waldwirtschaft bzw. Wiederaufforstung, bei der Wälder mit einem sehr hohen Anteil an Bäumen mit essbaren Baumfrüchten, essbaren Unterholzpflanzen u.a. nutzbaren Pflanzen gestaltet oder neu gepflanzt werden.
Ein Food Forest liefert Nahrung für die Menschen, die in ihm oder in seiner Umgebung leben und ihn bewirtschaften. Ein Food Forest stellt aber auch ein Ökosystem dar, in dem viele Tiere leben können und welches als Korridor zwischen größeren geschützten Gebieten dienen kann. Er ist eine echte Alternative zu der heute gängigen Wirtschaftsweise intensiver Landwirtschaft hier und davon völlig getrennten Naturschutzgebieten dort.

Wo ist Lumakanda?
Die Region Lumakanda liegt im Westen Kenias zwischen dem erloschenen Vulkan Mount Elgon und dem letzten verbliebenen Inland-Regenwald Kenias, dem Kakamega Wald und ist eine weitgehend landwirtschaftlich genutzte Gegend, in der überwiegend Mais und Bohnen angebaut werden. Der ehemalige Regenwald ist verschwunden, viele der Bäume heute sind aus Australien eingeführte, den Boden auslaugende, Eukalyptusbäume, die schnell wachsen und rasch Bau- und Brennholz liefern.

 

Warum einen Food Forest anlegen?
Unsere gesamte Projektarbeit dreht sich um die Fragen: Wie können Menschen und Wildtiere einer Region langfristig zusammen im gleichen Lebensraum leben? Wie können Verbindungen zwischen schon bestehenden Schutzgebieten geschaffen und zu größeren zusammenhängenden Einheiten vernetzt werden? Wie kann Naturschutz in der Zukunft mit stetig wachsender Weltbevölkerung gestaltet werden? Ein Food Forest ist wichtiger Teil der Antwort!