Helping wildlife

by helping the people

 

 

 "People" - Menschen in den Projektregionen

 

Obwohl wir unsere Arbeit in erster Linie als Naturschutz bezeichnen würden, ist „People“ unser wichtigster Aufgabenbereich. Wir glauben, dass Naturschutz langfristig nur dann funktioniert, wenn wir Menschen, sowohl in unseren Projektregionen, als auch weltweit, aktiv mit einbinden.

Es gibt heute in vielen Ländern der Erde zahlreiche Wildschutzgebiete, Nationalparks und andere geschützte Landschaften und Wildnisse. In Wahrheit sind sie jedoch oft nur noch Fragmente einstiger Wildnis in einer ansonsten von menschlicher Nutzung veränderten Landschaft. Oft sind sie, auch wenn es sich manchmal um große Gebiete handelt, von anderen geschützten Regionen isoliert und durch menschliche Besiedlung abgeschnitten. Bei wachsender Bevölkerung steigt der Druck auf diese geschützten Regionen und sie „fransen“ durch illegale Rodung, landwirtschaftliche Nutzung und Wilderei, immer weiter aus. Ist die jeweilige Regierung nicht in der Lage, die Gebiete effektiv zu schützen, verarmen die Schutzgebiete immer mehr trotz offiziellem Schutz-Status.

 

Der Naturschutz der Zukunft muss vor allem außerhalb der Schutzgebiete stattfinden, da, wo Menschen die Schutzgebiete umgeben und vor allem in möglichen Korridorregionen zwischen den geschützten Bereichen.

 

Bei einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und dem damit verbundenen Druck, immer neue Anbauflächen zur Nahrungsproduktion zu erschließen, wird auch der Druck auf bestehende Schutzgebiete und Nationalparks immer weiter anwachsen, im besonderen wenn Schutzgebiete nicht die Zustimmung der lokalen Bevölkerung finden oder sogar gegen deren Willen und mit damit verbundenen Zwangsumsiedlungen eingerichtet wurden. Dies setzt ein wesentlich komplexeres Eingehen auf die Situation der dort lebenden Menschen voraus, als herkömmliche Naturschutzarbeit dies bisher oft leistet. Anhebung des Lebensstandards der dort lebenden Menschen, Bildung, medizinische Versorgung und ein auf Freiwilligkeit beruhendes Zusammenleben mit Wildtieren sind erste Schritte in diese Richtung. Dies aber setzt letzten Endes voraus, dass reiche industrialisierte Länder bereit sind, einen wirklichen Beitrag zu leisten, dass unsere Artenvielfalt erhalten bleibt, indem sie die Lebenssituation und das Bildungsniveau der Menschen in den zu schützenden Regionen soweit stabilisieren helfen, dass keine Notwendigkeit für Wilderei, Abholzung und Zerstörung der Biotope mehr besteht. Es geht darum, Lebensverhältnisse zu schaffen, in der Menschen in und mit der Natur leben können, ohne sie zu zerstören, sondern indem sie sie nachhaltig nutzen.

 

 

 

 

 

 

Menschen in den Projektregionen