Möglichkeiten einer

nachhaltigen Koexistenz

von Menschen mit

Wildtieren und Wäldern

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Unsere Projektländer

 

Die Wahl der Projektländer orientiert sich an unserer persönlichen Erfahrung. So war Projektleiter und Stiftungsgründer Klaus Berger über viele Jahre in Wildnisgebieten sowohl des hohen Nordens, Mitteleuropas, Asiens und Afrikas und auch des pazifischen Raums tätig. Die letztendliche Auswahl der Projektländer basiert auf seinen Erfahrungen.

 

Deutschland

Es liegt nahe, in Deutschland zu arbeiten, denn unsere Stiftung hat hier ihren Sitz, auch wenn unsere Arbeit keineswegs hier begann. Erst die Einwanderung von Luchsen und Wölfen in unsere Region in Südhessen war der Anstoß, zu unserem  Projektthema Mensch-/ Wildtierkoexistenz auch direkt "vor der eigenen Haustür", aber auch in anderen Teilen Deutschlands zu arbeiten. Wir sind hierzu recherchierend und forschend, aber auch informierend und in unserer Bildungsarbeit tätig.

 

Slowakei

Die größte Wildniserfahrung konnten wir über die Jahrzehnte in Ländern des globalen Nordens, im hohen Norden Skandinavien,

den kanadischen Rocky Mountains, den Küstenregenwäldern und Bergen der nordamerikanischen Pazifikküste und Alaska sammeln. Dabei ist uns ein ganz ähnliches Wildnisgebiet, nur quasi im Taschenformat, über Jahrzehnte verborgen geblieben. Erst durch die Auseinandersetzung mit der Rückkehr von Wölfen, Luchsen, Bären und der Wiederansiedlung von Wisenten in Deutschland stießen wir auf die Hohe Tatra, ein Abschnitt der Karpaten in der Slowakei. Hier gibt es einen hohen Bestand an europäischen Braunbären, zahlreiche Wolfsrudel, Luchse und mehrere Wisentherden mit ein paar hundert Tieren.

Was uns bei der Arbeit dort besonders interessiert ist, warum hier, in einem mitteleuropäischen Land, etwas zu funktionieren scheint, was im Nachbarland Deutschland so schwierig ist. Wir sind hier also vor allem recherchierend und forschend tätig, um Wege der Koexistenz zu finden, die sich auf unser eigenes Zusammenleben mit Wildtieren übertragen lassen.

 

Kambodscha

In Südost Asien, zuerst in Thailand und bald dann in Kambodscha, begann unsere Arbeit zur Koexistenz mit Großkatzen (Tiger, Leoparden, Nebelparder) und Elefanten. Die Situation in einem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land, mit traumatisierten Menschen, zahlreichen Minenopfern, durch korrupte Politik weitgehend zerstörte Wälder, tropischer Hitze und einer schwer zu erforschenden Tierwelt  ließ uns Kambodscha zunächst nach mehr als einem Jahr Arbeit vor Ort den Rücken kehren. Nur um zurück in Deutschland bei weiterer Recherche zu entdecken, dass es hier von Seiten der in den wenigen verbliebenen Waldregionen lebenden Menschen eine massive Waldschutzbewegung gibt, die wir bei unserer Arbeit in Kenia eher vermissen.

Wir beschlossen daher, unsere Arbeit in Kambodscha in der Zukunft wieder aufzunehmen, um zu untersuchen, wie sich die lokale Bevölkerung für den Schutz der Wälder einsetzt, ob dies auch größere Wildtiere wie Elefanten und Tiger miteinschließt und ob sich davon Ansätze auf unsere Projektregion in Kenia übertragen lassen.

 

Kenia

Kenia ist neben Deutschland unser wichtigstes Projektland. Hier arbeiten wir seit 2016 regelmäßig vor allem in Westkenia, haben dort ein Permakultur-Projekt, einen Food Forest, und erforschen Fragen der Mensch-/ Wildtierkoexistenz und der Renaturierung von degradierten Wäldern in, um und zwischen vier großen Waldgebieten.

Ein Fokus liegt dabei auf kleinen Hilfsprojekten für die lokale Bevölkerung in den Dörfern, um so die Lebenssituation verbessern zu helfen und damit eine Basis für die Umsetzung von gemeinsamen Naturschutzprojekten zu schaffen.

 

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