Möglichkeiten einer

nachhaltigen Koexistenz

von Menschen mit

Wildtieren und Wäldern

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Unsere Themen

 

Wälder

Das große Thema unserer Stiftungsarbeit ist der globale Schutz von Wäldern und der damit verbundenen Artenvielfalt. Wir setzen dabei sehr stark auf die Menschen, die in oder von diesen Wäldern leben.Gerade im globalen Südem sind dies oftmals lokale, kleine Dorfgemeinschaften oder indigene Völker.

 

Ein Fokus liegt auf den Wäldern Afrikas. Durch unsere Arbeit möchten wir einen Beitrag leisten, um sowohl die Regenwaldgebiete West- und Zentralafrikas als auch die viel weniger bekannten Trockenwälder Ostafrikas zu erhalten. Eng verbunden ist diese Arbeit mit dem Schutz von Elefanten, Raubkatzen und anderen Wildtieren in diesen Waldregionen. Wir glauben, dass es möglich ist, Wald- und Artenschutz, auch bei einer stetig wachsenden Bevölkerung, zusammen mit den in den Wildnisgebieten lebenden Menschen umzusetzen und Wege einer nachhaltigen Koexistenz zu entwickeln.

 

Auch wenn es gelingt, die globale Zerstörung der Wälder zu verlangsamen und vielleicht irgendwann sogar weitgehend zu stoppen, wird der Wald- und Artenverlust bis dahin immens sein. Wir befassen uns daher besonders auch mit Möglichkeiten der Renaturierung und Wiederaufforstung bereits verlorener Waldgebiete und, wo dies nicht möglich ist, mit Wegen, noch vorhandene Waldareale zumindest wieder so zu vernetzen und Korridore für Wildtiere zu schaffen, von denen auch die Bevölkerung profitiert.

In landwirtschaftlich genutzten Gebieten, in denen die Wälder vielleicht schon vor Generationen gerodet wurden und größere Wildtiere verschwunden sind, versuchen wir Modelle zu entwickeln, wie Naturschutz zusammen mit der lokalen Bevölkerung umgesetzt werden kann und erste Waldökosysteme wieder neu entstehen können, die zumindest kleinere Wildtiere zurückbringen.

Diesen Themen widmet sich vor allem unsere Projektarbeit in Kenia.

 

Indigene Waldvölker und lokale Dorfgemeinden

Gerade die in und um die Wälder lebenden Menschen, ob in den Urwaldgebieten des globalen Südens, des hohen Nordens oder auch in ländlichen Regionen Mitteleuropas, sind es, die oftmals in intensivem Kontakt mit Wildtieren leben und daher am ehesten Konflikten ausgesetzt sind. Während Menschen indigener Völker meist tief in ihrem Lebensraum verwurzelt sind, was auch das nachhaltige Zusammenleben mit den Wildtieren einschließt, scheint "Zivilisation" uns dahingehend zu beinflussen, dass uns dies zunehmend schwerfällt, besonders wenn es sich um potentiell gefährliche Tiere handelt. Dies zeigt sich gerade ganz deutlich  bei der Einwanderung von Wölfen und vereinzelten Bären und teils auch der Wiederansiedlung von Luchsen bei uns in Deutschland, aber auch bei Gemeinschaften in Ländern des globalen Südens, wenn "Zivilisation" und Kolonialismus die Menschen ihres Lebensraums entwurzelt hat.

Es ist wichtiger Aspekt unserer Arbeit, von den Menschen in Wildtierregionen über Wege des Zusammenlebens mit Wildtieren zu lernen, aber auch selbst Hilfestellung beim  Zusammenleben mit Wildtieren zu leisten, hieraus Modelle für eine langfristige Koexistenz auch für andere Regionen zu entwickeln und den Menschen auch dabei zu helfen, die notwendige staatliche Unterstützung bei Schäden oder gar Tod durch Wildtiere zu erhalten.

Nur wenn es für die in Wildtierregionen lebenden Menschen nicht ausschließlich negativ besetzt ist, mit wilden Tieren zu leben, kann es gelingen, Wildtierpopulationen auch außerhalb von Schutzgebieten zu erhalten und globale Artenvielfalt in vielen Regionen der Erde zu bewahren.

 

Mensch-/ Wildtier Koexistenz

In unseren Programmen zu nachhaltiger Koexistenz von Menschen und Wildtieren hat es sich gezeigt, dass es notwendig ist, sich auf einige Wildtierarten zu spezialisieren, um effektiver arbeiten zu können. Unser Fokus liegt dabei auf einigen Schlüsselarten (Keystone Species), also für das Ökosystem besonders wichtiger Arten, über deren Schutz das ganze System Schutz erfährt.

 

In nahezu allen Waldregionen, in und zu denen wir arbeiten, gibt es „wilde Katzen“, sowohl der Unterfamilien Panthera (Leoparden, Tiger, Löwen usw.) als auch Felinae (Luchse, Wildkatzen, Geparden usw.) Wir arbeiten daher eng am Thema „wilde Katzen“ und ihre Koexistenz mit Menschen, zumal gerade sie sehr häufig in Konflikte mit Menschen geraten, da sie Haustiere, Vieh und manchmal auch Menschen töten.

 

In unseren Projektländern in Afrika und Asien erweitert sich das Thema zur Koexistenz mit Elefanten, in Deutschland und Nachbarländern konzentriert sich unsere Arbeit auf die Koexistenz mit Luchs, Wolf, Bär und Wisent, die zurzeit entweder selbst ihre alten Lebensräume neu besiedeln oder im Rahmen von Naturschutzprojekten wieder angesiedelt werden.