Seit Gründung des Yellowstone Stone Nationalparks (USA) 1872, des ersten Nationalparks weltweit, werden indigene Gemeinschaften (Stämme) aus Naturschutzgründen zwangsumgesiedelt und von ihrem Land vertrieben. Die Idee der Schaffung menschenleerer Gebiete, da menschliche Besiedlung und Natur unvereinbar seien, ist Teil dieser Philosophie.

In Wahrheit waren die wenigsten der heute als Nationalpark ausgewiesenen Gebiete menschenleer und unbewohnt, sondern wurden von Stammesgemeinschaften gehütet und bewahrt. Hierzu gehörten auch in das Ökosystem eingreifende, pflegende Maßnahmen wie extensive Beweidung oder kontrollierte Brände. Die ankommenden Weißen fanden oft parkähnliche Landschaften vor, ohne zu ahnen, dass dies auf die pflegenden Eingriffe der indigenen Gemeinschaften zurückging.

 

Wir setzen uns ein für das Recht indigener Gesellschaften, auf ihrem Land zu leben und dieses zu nutzen, auch wenn dies als Nationalpark ausgewiesen wurde oder in anderer Form „geschützt“ ist. Dies beinhaltet auch Gebiete, aus denen Indigene bereits ausgesiedelt wurden und dorthin zurückkehren möchten.

Naturschützer und indigene Gemeinschaften müssen Formen eines gemeinsamen Naturschutzes entwickeln und Standards  schaffen, die auch von Stammesgemeinschaften allein umgesetzt werden können, so dass Konflikte zwischen Naturschutz und indigenen Gemeinschaften bereits im Ansatz vermieden werden.