Helping wildlife

by helping the people

 

Wildlife and People

 

Unsere Arbeit befasst sich mit Interaktionen zwischen Menschen und Wildtieren in deren natürlichem Lebensraum, mit Möglichkeiten der friedlichen Koexistenz von Wildtieren und Menschen und der Reduktion von Mensch-/ Wildtierkonflikten.

 

Die Anzahl indigener Kulturen und Stammesvölker wird weltweit auf etwa 370 Millionen Menschen geschätzt. Das entspricht  ca. 5% der Weltbevölkerung. Auf indigenem Land findet sich jedoch etwa 80% der globalen Artenvielfalt, was zeigt, welch enormen Beitrag diese Menschen zum Erhalt der Biosphäre und allen Lebens leisten. Viele Stammesvölker sehen sich selbst als die natürlichen Hüter des Landes und der Erde. Noch immer werden sie, manchmal auch im Namen des Naturschutzes, von ihrem Land vertrieben, um dieses Land industriell zu nutzen (Forstwirtschaft, Plantagen, Bergbau, …), aber auch um Nationalparks und andere Wildschutzgebiete zu schaffen. Wir setzen uns dafür ein, indigene Gemeinschaften und Stämme in weitaus stärkerem Maße in Naturschutz zu integrieren, als dies heute der Fall ist. Wir unterstützen und fördern Naturschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte indigener Gemeinschaften und setzen uns für ihre Landrechte ein.

 

Unsere Arbeit orientiert sich an Elefanten, deren Lebensraum teilenden Großkatzen und den dort lebenden Menschen, ist aber nicht darauf fixiert. Man findet diese Webseite daher auch unter www.wildcats-elephants-people.org. Wir arbeiten zu diesem Thema in einigen Regionen Ostafrikas und fördernd über unsere Stiftung auch in Asien.

 

Es ist heute erwiesen, dass Armut und fehlende Bildung wesentlich zu Lebensraumzerstörung und Wilderei beitragen und in direktem Zusammenhang stehen. Studien haben gezeigt, dass in Regionen extremer Armut die Wilderei am höchsten ist und auch Konflikte mit Wildtieren am häufigsten eskalieren.

 

Es ist daher wichtigster Teil unseres Projekts, mit den in Wildtierregionen und auch in potentiellen Korridorregionen lebenden Menschen zu arbeiten, um über einfache technologische Hilfen, Aufforstungen und Bildungsangebote die Lebenssituation zu verbessern und hierdurch Mensch-/ Wildtierkonflikte, Wilderei und Lebensraumzerstörung reduzieren zu helfen und zu einer konfliktarmen Koexistenz von Wildtieren und Menschen beizutragen.

 

Eine Form der Interaktion von Menschen und Wildtieren, gegen die wir klar Stellung beziehen, ist Jagdtourismus in jeglicher Form. Auch wenn immer wieder argumentiert wird, das hierrüber Gelder auch in entlegene und von Fototouristen wenig besuchte Gegenden fließen und dort dem Naturschutz insgesamt zugute kommen können, lehnen wir diese perverse Form des Tourismus ab. Jagdtourismus trägt heute in vielen Teilen Afrikas zum rapiden Rückgang der Bestandszahlen auch bedrohter Arten bei und verdient international Ächtung sowie ein globales Handelsverbot mit Jagdtrophäen. Um Naturschutz auch in abgelegenen und wenig besuchten Regionen zu finanzieren, sollten andere Quellen erschlossen werden.